Elfte Etappe: Zum Briksdalsbreen

Heute geht es für uns weiter zum Briksdalsbreen, einem der bekanntesten Gletscherarme Norwegens. Gegen Mittag kommen wir an und starten die Wanderung Richtung Gletscher. Laut Internet soll es sich um eine einfache Strecke handeln – was technisch vermutlich auch stimmt. Für uns persönlich sah das unterwegs allerdings etwas anders aus.

Der Weg führt stetig bergauf entlang eines Flusses, vorbei an Wasserfällen, Brücken und dieser beeindruckenden Naturkulisse, die Norwegen scheinbar an jeder Ecke bereithält. Klingt entspannt – zumindest auf dem Papier. In der Realität merken wir allerdings ziemlich schnell, dass unsere Kondition irgendwo zwischen „Camperurlaub“ und „optimistisch“ liegt.

Trotzdem lohnt sich jeder einzelne Meter. Das Wasser rauscht neben dem Weg talwärts, überall liegen noch Schneereste und mit jedem Stück wird der Blick auf den Gletscher beeindruckender. Und irgendwie gehört genau das auch dazu: unterwegs mal außer Atem zu sein und trotzdem weiterzugehen.

Besonders positiv bleiben uns heute aber auch die Menschen in Erinnerung. Egal ob auf dem Parkplatz, unterwegs auf der Wanderung oder später am Ziel – alle begegnen uns freundlich, entspannt und hilfsbereit.

Vor der Reise haben wir häufiger gehört, dass Camper in Norwegen nicht überall gern gesehen seien oder man schnell Probleme bekommen könnte. Unsere Erfahrung bisher ist allerdings genau das Gegenteil. Die Menschen hier oben waren bisher ausnahmslos freundlich, offen und unglaublich zuvorkommend. Gerade unterwegs merkt man schnell, wie entspannt und respektvoll hier vieles miteinander funktioniert.

Am Ende erreichen wir schließlich den Briksdalsbreen – und spätestens dort sind die anstrengenden Meter schnell vergessen. Zwischen Bergen, Wasserfällen und dem gewaltigen Eis wirkt der Ort fast unwirklich und ist definitiv eines der großen Highlights unserer Reise.