Inari -> Vardø

Inari -> Vardø

Vierte Etappe: Von Inari nach Vardø

Der Plan für den Morgen war eigentlich klar: ein Besuch im Sami-Museum in Inari. Vor Ort dann die Ernüchterung – geschlossen. Also kurzer Planwechsel, Frühstück im Camper und früher als gedacht wieder auf der Straße.

Die Route bleibt vertraut: weiter entlang der E75 Richtung Norden. Die Strecke wirkt noch abgelegener als am Vortag. Weniger Orte, weniger Verkehr, dafür umso mehr Landschaft. Die Kilometer ziehen ruhig vorbei, die Straße führt uns immer weiter Richtung norwegische Grenze.

Unterwegs wartet dann noch ein unerwartetes Highlight: Ein Elch steht plötzlich am Straßenrand. Ruhig, beeindruckend groß und völlig unbeeindruckt von uns. Wir bremsen automatisch ab, beobachten ihn einen Moment – und fahren dann genauso ruhig weiter.

Mit dem Grenzübertritt verändert sich die Umgebung erneut. Die Landschaft wird rauer, offener und windiger. Bäume verschwinden fast vollständig, stattdessen dominieren karge Flächen und eine Weite, die bis zum Horizont reicht.

Das letzte Stück führt uns über die Varanger Landschaftsroute – eine von insgesamt 18 nationalen Landschaftsrouten in Norwegen. Diese Strecken wurden bewusst ausgewählt, um die schönsten Abschnitte des Landes erlebbar zu machen. Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Erlebnis unterwegs.

Die Straße verläuft entlang der Küste, das Meer immer in Sichtweite. Felsen, kleine Buchten und diese raue, fast arktische Stimmung prägen die Umgebung. Immer wieder eröffnen sich weite Ausblicke – ruhig, klar und beeindruckend.

In Vardø angekommen stehen wir direkt am Hexenmahnmal. Ein Ort, der sofort Eindruck hinterlässt – still, eindringlich und besonders in seiner Atmosphäre. Ein starker Abschluss für diesen Tag.