Vierzehnte Etappe: Von Mjonøy Camping Richtung Kristiansand

Viele werden sich wahrscheinlich inzwischen gefragt haben: Warum eigentlich Mjonøy?

Die Antwort darauf entdecken wir direkt am nächsten Morgen. Mitten zwischen alten Holzhütten und direkt an der Straße versteckt sich dort eine kleine urige Bäckerei, die man von außen fast übersehen könnte. Innen riecht es nach frischem Brot, Zimtschnecken und Holzofen – genau so, wie man sich eine norwegische Traditionsbäckerei vorstellt.

Natürlich decken wir uns dort erstmal ordentlich ein, bevor wir gegen Mittag weiter Richtung Süden aufbrechen.

Unsere Route führt uns entlang der Straße 41, dem Telemarksvegen – und diese Strecke entpuppt sich schnell als echtes Highlight. Immer wieder fahren wir vorbei an kleinen Seen, dichten Wäldern und roten Holzhäusern, wie man sie typisch aus Norwegen kennt. Die Straße wirkt deutlich ruhiger als viele der bekannten Touristenrouten und genau das macht sie so besonders.

Der Telemarksvegen schlängelt sich entspannt durch die Landschaft, vorbei an kleinen Orten und unzähligen Aussichtspunkten. Viel Verkehr gibt es kaum, dafür umso mehr Natur. Nach den rauen Landschaften des Nordens wirkt hier alles etwas sanfter und fast schon idyllisch.

Langsam merkt man allerdings auch, dass sich unser Abschnitt durch Norwegen dem Ende nähert. Bald geht es weiter nach Dänemark. Ein merkwürdiges Gefühl, denn die letzten Wochen haben uns gezeigt, wie unglaublich vielseitig dieses Land ist – von schneebedeckten Hochebenen über Fjorde bis hin zu kleinen Straßen wie dem Telemarksvegen, die man vorher vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatte.