Sechzehnte Etappe
Der Morgen beginnt ungewohnt alltäglich: erstmal Wäsche waschen. Nach den vielen Tagen unterwegs gehört auch das irgendwann dazu. Während die Maschinen laufen, wird sortiert, aufgeräumt und langsam wieder alles reisefertig gemacht.
Danach geht es weiter Richtung Norden Dänemarks – genauer gesagt nach Grenen. Der Ort, an dem Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen. Schon der Weg dorthin fühlt sich besonders an, doch am Strand selbst wird schnell klar, warum dieser Ort so bekannt ist.
Man steht tatsächlich zwischen zwei Meeren. Die Wellen treffen sichtbar aufeinander, Strömungen prallen gegeneinander und genau dort endet plötzlich das Land. Gleichzeitig entdeckt man entlang der Strände immer wieder alte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Teilweise vom Sand umschlossen oder schief abgesackt wirken sie fast surreal. Zwischen der schönen Küstenlandschaft und diesen Relikten der Vergangenheit entsteht eine Stimmung, die gleichzeitig beeindruckend und auch etwas bedrückend ist.
Nach dem Stopp in Grenen geht es weiter Richtung Süden bis nach Vilsund. Dort stehen wir schließlich an einer wirklich schönen kleinen Marina direkt am Wasser. Zwar hört man die nahe Hauptstraße deutlich, trotzdem hat der Platz eine unglaublich entspannte Atmosphäre. Boote im Hafen, Blick aufs Wasser und alles wirkt angenehm ruhig und unkompliziert.
Besonders schön ist auch das Gemeinschaftshaus direkt an der Marina. Duschen, Aufenthaltsräume und sogar eine Sauna können gegen einen kleinen Aufpreis mitbenutzt werden. Genau solche Plätze machen das Reisen mit dem Camper einfach angenehm – unkompliziert, gemütlich und direkt am Wasser.







